Jan
02
Posted under
Grillen Die Methode des indirektes Grillens ist eine Erfindung, die noch gar nicht so alt ist. Bei dieser Art wird das Grillgut nicht direkt über den Flammen, sondern beim Grillen mit Grillkohle oder Briketts wird es an den Seiten links und rechts platziert. Das Grillgut kommt auf die Mitte des Rostes. Die Temperatur liegt etwa zwischen 170° C und 200° C. Der Deckel des Grills wird geschlossen. Zur Erzeugung von Rauch können Holzchips verwendet werden.
Beim Gasgrill werden die Brenner nur auf einer Seite oder hinten und vorne, je nach Grill, gezündet.
Auch hier muss der Deckel geschlossen werden. Zur Kontrolle der Garstadien kann der Deckel selbstverständlich von Zeit zu Zeit angehoben werden.

Der Begriff des indirektes Grillens hat sich aus der Erfindung des Kugelgrills entwickelt, der in den 50er im Mutterland des Barbecue, den USA hergestellt wurde. Die Kohle wird dabei am Grund der unteren Kugel platziert, ein Rost wird darüber gelegt und darauf eine mit Wasser gefüllte Schale gestellt. Darüber kommt der Rost mit den zu grillenden Steaks, Fisch und dergleichen. Bei geschlossenem Deckel und entsprechender Luftzufuhr von unten entwickelt jetzt der Rauch der Kohle zusammen mit der Luftfeuchtigkeit eine niedrigere Garhitze als beim herkömmlichen Grillen direkt über der Glut.
So werden die Produkte schonend gegart bei gleichzeitiger Entfaltung eines rauchigen Aromas. Diese besondere Variante dauert etwas länger, aber die Partygäste werden begeistert sein.
Indirektes Grillen ist auf jeden Fall schonender und gesünder, da beim Grillen das Fett nicht in die Glut tropft, und in Form von giftigen Dämpfen wieder nach oben steigt. Diese Variante des Grillens ist eine Überlegung wert. Ein Kugelgrill ist zudem ein Schmuck für jeden Garten.
Jan
02
Posted under
Grillen Über die Geschichte des Grillens streiten sich die Geister. Haben unsere Vorfahren vor einer halben Millionen Jahren entdeckt, dass ein zufällig ins Feuer gefallenes Mammut-Filet besser schmeckt als ungegart oder hatten die ersten Vertreter der Gattung “Homo Sapiens” bereits eine dunkle Ahnung, dass durch Erhitzen verwandelte Eiweißketten für den Organismus bekömmlicher sind? Eindeutigere Quellen besagen, dass Chinas erste Grillmeister bereits vor 4000 Jahren Fleischspieße über dem offenen Feuer knusprig gegart haben. In Europa waren die Römer die ersten, die im 4. Jahrhundert Grillroste benutzten.
Wie von den Römern das Garen über dem Feuer nach Haiti gekommen ist, ist in der Geschichte des Grillens nicht überliefert. Hier sollen die Wurzeln des “Barbecue” oder auch “BBQ” liegen. Zu Zeiten der französichen Kolonialzeit auf Hispaniola wurden aufgrund der allmählichen Vermischung der Kulturen aus Afrika, Spanien und Frankreich unter Einfluss der indianischen Urbevölkerung das von den Franzosen so benannte “Barbe à Cul” entwickelt, eine etwas derbe Bezeichnung für “Vom Kopf bis zum Hintern”. Fortan wurde das Rösten von ganzen Tieren wie Schweinen oder Rindern vereinfacht “Barbecue” genannt. Wie Vieles aus der Karibik irgendwann mal auf den nordamerikanischen Kontinent landet, wurde durch Touristen das gesellige Beisammensein um eine Feuerstelle mit gleichzeitiger Nahrungszubereitung in den USA verbreitet. Andere Theorien besagen, dass das Barbecue eine Erfindung der ersten amerikanischen Siedler aus Europa gewesen sei. Zumindest hat in den USA das Barbecue einen verhältnismäßig hohen Stellenwert und es gibt kaum eine Festivität, die nicht zum Anlass für ein Babecue genutzt wird.
Und wie kann es anders sein: nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch hierzulande das gesellige Beisammensein um eine Feuerstelle unter dem Namen “Grillen” beliebt. Das ist wieder französich und heißt in dem Zusammenhang “Rost”.